Babywelt Rhein-Ruhr 2013 in Essen / 2

Workshops

Ich muss gestehen, dass mich die Workshops enttäuscht haben. Dies fing schon bei der Räumlichkeit an. Der Raum war viel zu klein. Ebenso wie an der Bühne, gab es nur diese Sitzkissen auf dem Boden. Insgesamt gab es davon auch nur rund 15 Stück. Da nur wenig Sitzplätze vorhanden waren, sammelten sich die Leute vor dem Eingang um etwas von den Workshops mitzubekommen. Außerdem verstehe ich unter Workshops etwas anderes als Vorträge vor einer kleinen Gruppe. Leider handelte es sich bei den besuchten Workshops aber genau darum – Vorträge. Dies hätte man auch auf der Bühne machen können – da hätten mehr Leute etwas davon gehabt. Beispielsweise gab es den Workshop „Babys und Kleinkinder richtig tragen“ von der Trageberatung Beutelbaby. Hier wurden viele unterschiedliche Tragen vorgestellt und eine Referentin demonstrierte das Anlegen, während die andere die Vor- und Nachteile der Tragen vorstellte sowie Tipps gab, worauf man beim Kauf achten sollte. Also ein sehr sinnvoller Vortrag – aber eben kein Workshops.

Der Workshop „Bonding, die ersten Tage nach der Geburt“ ging leider an der Zielgruppe vorbei. Die Referentin stellte Möglichkeiten und Aufgaben der Krankenhäuser zum Thema „Bonding“ vor – sicherlich sehr interessant für Krankenschwestern, aber unerheblich für Schwangere. Wirklich etwas über die ersten Tage nach der Geburt erfuhr man auch nicht – weder in Bezug auf „Bonding“ noch allgemein. Zusätzlich sollte es einen kleinen Film zu sehen geben, dieser konnte aber aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht gezeigt werden. Ob es letztendlich doch noch geklappt hat, weiß ich nicht, da wir den Workshop dann verlassen haben.

Fütterbar, Still-Lounge und Wickelplatz

Natürlich haben wir für euch auch einen Blick auf die Still-Lounge, den Wickelplatz und die Fütterbar geworfen. Eins vorneweg: Die Still-Lounge sah tatsächlich aus wie eine Lounge. Es gab sehr stylische Stühle, die in Gruppen zusammen gestellt waren, sodass man sich auch untereinander unterhalten konnte, aber gleichzeitig seine Privatsphäre hatte. Der Eintritt war Männern verboten, sodass die Frauen unter sich waren. Sowohl die Still-Lounge als auch der Wickelplatz waren am Rande der Messehalle aufgebaut. Letztendlich trennten die stillenden Mütter und wickelnden Eltern nur ein Gestell mit weißen Planen. Ein eigener Raum wäre hier sicher schön gewesen, aber war vermutlich nicht umsetzbar. Dennoch war man so vom Rest der Messe abgegrenzt und hatte etwas Privatsphäre.

Der Wickelplatz war direkt neben der Still-Lounge. Hier gab es mindestens acht Wickelplätze, bestehend aus einem Wickeltisch (aus Plastik), einer Wickelunterlage, Windeln und Feuchttüchern. Zwischen den einzelnen Plätze war sehr viel Platz, sodass man genug Freiraum zum Wickeln hatte.

Die Fütterbar war ebenfalls in der Nähe. Dort bekam man kostenlose Gläschen von „Holle“, die dort ihre Produkte vorstellten. Es gab mehrere verschiedene Sorten zur Auswahl – sowohl Mittagsessen, als auch Obstgläschen und sogar Fruchtriegel. Diese konnte man sich einfach an der „Bar“ abholen, einzige Bedingung: die Gläschen mussten vor Ort verfüttert werden. Dafür standen mehrere Tische mit Stühlen zur Verfügung. Auch an Löffeln und die Erwärmung des Breis wurde gedacht – dafür gab es einen Tisch mit Mikrowelle, Gläschenerwärmer und Co. Ob es auch Lätzchen gab, weiß ich leider nicht.

Des Weiteren waren die Wege sehr breit, sodass man die Babywelt sogar bequem mit einem Kinderwagen besuchen konnte. Einzig die Sitzsäcke fand ich nicht so passend für Schwangere.

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